Berger Modellbau, Göttingen

Gleis- und Weichenbau

Es wird zwar noch etwas dauern bis ich diese Projekt angehen kann, aber ich will Euch schon mal meine Gedanken zu diesem Thema vorstellen.

Das Prinzip ist ganz simpel: nicht zu viel grübeln sondern einfach so bauen wie die Bahn gebaut hat!
Wenn da nur nicht das leidige Problem mit den nicht gerade maßstäblichen Schienenprofilen wäre. Ein Anlauf aus dem Jahr 2015 hier Abhilfe zu schaffen ist vorerst gescheitert und solange ich das dafür nötige Kleingeld nicht zufällig in meinem Briefkasten finde, wird es wohl auch dabei bleiben.

Eine Möglichkeit sich mit dem zur Verfügung stehenden Material einem einigermaßen anschaubaren Erscheinungsbild anzunähern ist die Bearbeitung, sprich: Dünnermachen des Fußes.
Den Kopf zu bearbeiten erachte ich als nicht besonders sinnvoll, selbst die kleinsten Fräsungenauigkeiten werden die Optik schnell leiden lassen.
Der Steg ist in der Regel nur von der Seite zu sehen. Da kann/muss man mit leben.

Das Befräsen des Fußes ist da noch die einfachste Lösung und ist auch schon durchgeführt worden.
Das kann dann so aussehen wie auf dem kleinen Muster.

Die sogenannten Kleineisen will ich allerdings nicht wie bei diesem Muster im Feinguss herstellen(lassen).
Die Rippen-, Gleit- und Gleitstuhlplatten sollen als Frästeile entstehen, ebenso die Klemmplatten. Damit hat man die Möglichkeit auch die Sonderformen für die Weiche einigermaßen günstig zu fertigen.

Schwieriger sind die Schwellenschrauben. Auch hier favorisiere ich die CNC-Fertigung gegenüber dem Guss. Dann könnte Material verwendet werden, was auch wirklich schraubbar ist. Selbst bei meiner kleinen Szene liegt der Bedarf bei fast 2000 Stück, liegt also in einem Bereich, in dem sich die Automatenfertigung lohnen kann.

Für die doppelten Federringe gibt es natürlich keine Normteile. Aber es gibt Ziehereien, die kleinste Rechteckprofile fertigen. Mit zwei dieser Betriebe habe ich bis jetzt gesprochen und möglicherweise ergibt sich die Gelegenheit, bei einem passenden Los ein paar Meter abzuzwacken.
Das Wickeln sollte nicht das unüberwindliche Problem sein, eher das Abtrennen der jeweils 1,75 Windungen. Lösungsvorschläge sind willkommen.

Die Hakenschrauben sind nochmal eine größere Herausforderung. Denkbar ist die Fertigung auf Automaten. Die Stückzahl ist nicht ganz so hoch wie bei den Schwellenschrauben.
Ich liebäugele allerdings mit der Variante (auch aus Kostengründen) M1-Normschrauben aus Stahl zu verwenden. Mit passenden bzw. passend gemachten Köpfen könnten diese so wie Hakenschrauben in die Rippen der Unterlagsplatten eingreifen.

Der Oberbau könnte somit nicht nur ein technisch-ästhetischer Augenschmaus werden, sondern er könnte auch, weil er nicht wie Gussteile auf ein bestimmtes Schienenprofil abgestimmt ist, in gewissen Grenzen flexibel (Toleranzen beim Abfräsen der Füße) einsetzbar sein. Das Ergebnis könnte sicher leicht für den Aufwand entschädigen.

Die Konstruktionszeichnung zeigt die Einzelteile, die Muttern habe ich wegen der Übersichtlichkeit weggelassen.
Teilweise werden die Schwellenschrauben ohne Federscheiben eingebaut.

Ich werde mich demnächst mit einem Muster beschäftigen.

Rpo 5a

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Rp 16

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Diesen Artikel werde ich mit einzelnen Beiträgen fortsetzen.

Unten die Liste der Beiträge:

Praxisversuche