Berger Modellbau, Göttingen

Bahnmeisterei Marl-Drewer-Ost

ein Dioramenprojekt im Maßstab 1:22,5 Baugröße II

Die Bm Mdo, so werde ich die Bahnmeisterei Marl-Drewer-Ost in meinem Amtsdeutsch im weiteren nennen, ist fiktiv.
Sie liegt an der (realen) Bahnstrecke Gelsenkirchen-Buer-Nord über Marl nach Haltern. Die Strecke wurde noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts geplant um die im Norden des Ruhrgebiets entstehenden Zechen und die Folgeindustrie anzuschließen. Krieg, dann Geldmangel und wieder Krieg verhinderten die Fertigstellung. Außer vorbereitenden Tiefbauarbeiten war nichts weiter geschehen. In den Fünfziger Jahren wurde der nächste Anlauf unternommen. Dämme wurden aufgeschüttet und die Brücken gebaut. Dann ging es wieder nicht weiter, die Brücken standen teilweise wie Denkmäler in der Landschaft. Die Dämme waren für uns Kinder im Winter immerhin zum Schlittenfahren gut.
Der letzte Schritt wurde dann doch noch getan und die Strecke konnte 1968 von Beginn an elektrifiziert in Betrieb genommen werden. Die erste richtige Neubaustrecke der DB, immerhin 13 km.
Von den ursprünglichen Planungen: zweigleisig, Rangierbahnhof für die Anbindung der Zechen Auguste Victoria und Brassert in Marl, von geplanten Zechen in Polsum, im Gelsenkirchener Norden und im Dorstener Raum und des in den 30er Jahren aufgebauten Chemiewerks in Marl, blieb nur eine eingleisige Srecke mit lediglich einem Anschlussgleis, das direkt in den Werksbahnhof der Chemischen Werke Hüls führte, für uns damals kurz Hüls oder CWH. (Später wurde der Weksname tatsächlich auf hüls reduziert, noch später taufte man das dann in Chemiepark Marl um, heutzutage ist ja alles ein Park.)

In meiner Modellwelt wurden die frühen Planungen zeitnah umgesetzt. Die Vielzahl der Großanschließer machte einen größeren Rangierbahnhof notwendig, zu dem auch ein mittelgroßes Betriebswerk gehörte.
Das Dioramenprojekt spielt zu Beginn der Siebziger Jahre: Das Bw ist natürlich längst keine selbstständige Dienststelle mehr, hier verrichten Gastloks aus Gelsenkirchen-Bismarck und Oberhausen-Osterfeld-Süd den Dienst. (Ich liebe diese herrlichen Namen der Ruhrgebietsdienststellen und kriege dabei regelmäßig Heimweh.)
Im Norden des Ruhrgebiets sind die meisten Zechen noch intakt und der Rangierbahnhof wird deshalb modernisiert; Grund genug, nicht mehr benötigte Bereiche des alten Bw für die Bm Mdo zu nutzen.

Mal sehen, was ich aus dieser Szenenidee machen kann!

Es wird überschaubar bleiben: Der Platz reicht gerade für einen Vorbildausschnitt von etwa 100 × 18 Metern. Aber auf dieser Fläche kann eine ganze Menge Kleinzeugs, Müll und sonstwas rumfliegen. Langeweile wird da wohl nicht aufkommen!

Das kleine Menu links führt Euch zu den Einzelbaustellen.